Ingrid Oehlert im Portrait
Im Oktober 2013 feierte Ingrid Oehlert im Kreise ihrer Verwandten, Weggefährten und zahlreichen Freunde ihren 85. Geburtstag

Wir hoffen und wünschen uns, dass sie noch lange Kraft für ihre Lebensaufgabe als Fürsprecherin der Pferde und Verfechterin der Sache der Reinen Lehre, der Naturorientierten Gymnastizierung haben möge …

Unsere Alltagsarbeit wird regelmäßig von Ingrid Oehlert begleitet – und so manches in Geigers Reithaus trägt ja auch eindeutig ihre Handschrift. Mit bewundernswerter Energie, stets positiv denkend und unerbittlich in Sachen reiterlicher Korrektheit – ihrem scharfen Auge entgeht nicht die kleinste Schludrigkeit in Sitz und Hilfengebung – ist Ingrid Oehlert bis heute unverzichtbar für unsere Arbeit mit den Pferden.

Ingrid Oehlert erfuhr eine solide Reitausbildung an der „1. Damenreitschule Monsheim“ bei Elisabeth Knauff und kam –

bereits als geprüfte Hilfsreitlehrerin – nach Karlsruhe zu Egon von Neindorff. Unvergessen für viele von uns die eindrucksvolle Geschichte, als sie dort auf einem der berühmten Lehrpferde saß und sich vorkam wie ein Anfänger in der ersten Reitstunde. Während ihr Mitreiter damals konsterniert „das Weite suchte“, erwachte in ihr der Ehrgeiz ...

Über viele Jahre war sie Schülerin und rechte Hand Egon von Neindorffs in Karlsruhe, begleitete den Aufbau des Instituts zur international anerkannten Ausbildungsstätte und wirkte z.T. federführend an den Festveranstaltungen der Höheren Reitkunst mit. Nach Aufgabe der Bürotätigkeit im elterlichen Betrieb machte Ingrid Oehlert sich in Bayern selbstständig, bildete u.a. die jungen Verkaufspferde und die Lehrlinge im Trakehnergestüt der Baronin von Lotzbeck aus. Im Stall in Fürstenfeldbruck vermittelten ihre beiden Lehrpferde Hafis und Lajosch und die Trakehner Helma und Herbstwind der Familie Kolb bayerischen Reitschülern das Gefühl für den schwingenden Rücken und ein korrekt gehendes Pferd.

In diesem Jahr entstand ja, wie viele wissen, ein kleines Reitbrevier. Ingrid Oehlert hat endlich dem Drängen alter Freunde, Weggefährten und vor allem ihrer Schüler nachgegeben und hat eine „Hilfestellung für das tägliche Arbeiten mit dem Pferd“ verfasst, einen Leitfaden für den Reiter, der das Reiten ernst nimmt.

Das Buch ist im Dezember 2013 im Olms-Verlag erschienen und hat auch eine eigene Homepage
Wie auch für ihren Mentor, Lehrmeister und großes Vorbild, Egon von Neindorff, gibt es für Ingrid Oehlert nur den einen Weg in der Reiterei: die klassische, naturorientierte Gymnastizierung des Pferdes. Gegenseitiges Vertrauen und Respekt sind der Schlüssel, Selbstdisziplin, harte Arbeit an sich selbst und immerwährendes Lernenwollen die Grundlage, ein bis ins hohe Alter fittes Pferd, das sich mit großer Ausstrahlung unter dem Sattel präsentiert, der Lohn.

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